Unser kleines Boot hat neue Besitzer gefunden

Als wir das Haus übernahmen, hatten wir auch zwei Boote übernommen: ein Kanu und ein kleines, batteriebetriebenes Boot. Unsere „Yota”, das Motorboot, kam später dazu. Manchmal ist es gut, sich von Dingen zu trennen. So ergab es sich, dass unsere Vorbesitzer nachfragten, ob wir das kleine Boot verkaufen würden, da ihr Sohn es gerne für seine Kinder haben würde. So kam es, dass sie alle aus Göteborg anreisten und wir ein sehr schönes Wiedersehen hatten. Sie freuten sich, dass sie das Haus in unsere Hände übergeben hatten und wie wir es weiterentwickelt hatten. Am Nachmittag luden wir das Boot auf den Anhänger und sie fuhren zurück nach Göteborg. Es war schön, sie alle wiederzusehen. Da sie auch regelmäßig unseren Newsletter lesen, haben sie alle Anteil am Dalslands Studio. Liebe Grüße an alle nach Göteborg!


Langbron: die Fähre, die Bahn und das Eiscafe für die Saison wieder eröffnet

Der Traum von einer dauerhaften Zugverbindung nach Mellerud wird immer noch geträumt!

An was merkt man, dass die Urlaubssaison in Dals Langed angefangen hat? Genau, das Eiscafé an der Schleuse Langbron ist wieder offen, die Fähre zwischen Bengtsfors und Håverud fährt wieder und lädt Gäste in Langbron zu, und auch der Zug zwischen Bengtsfors und Mellerud fährt wieder – und auch hier kann man wieder von Langbron zusteigen.

Ach, wäre zumindest die Zugverbindung von Bengtsfors nach Mellerud auch außerhalb der Saison regelmäßig verfügbar, so wäre Dals Langed an die Großregion Göteborg viel besser angebunden. Denn was heute nur noch als sommerliche Touristenattraktion betrieben wird, war einst eine wichtige Lebensader für die Region: Die Bahnstrecke wurde Ende des 19. Jahrhunderts gebaut, um die abgelegenen Orte in Dalsland mit dem nationalen Eisenbahnnetz zu verbinden. Über Mellerud bestand ein schneller Anschluss Richtung Göteborg, während Bengtsfors und die umliegenden Orte wirtschaftlich und gesellschaftlich näher zusammenrückten.

Mit dem Rückgang des Güterverkehrs und zunehmender Konkurrenz durch den Straßenverkehr wurde der reguläre Personenverkehr jedoch in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts schrittweise eingestellt. Übrig blieb schließlich nur der nostalgische Sommerbetrieb, der heute vor allem Touristinnen und Touristen begeistert.

Doch die Idee einer Wiederbelebung der Strecke ist nie ganz verschwunden. Immer wieder gab es in den vergangenen Jahrzehnten lokale Initiativen, politische Diskussionen und Studien, die eine ganzjährige Nutzung prüfen sollten. Gerade vor dem Hintergrund von Klimaschutz, nachhaltigem Tourismus und der Stärkung ländlicher Räume gewinnt die Forderung nach einer Reaktivierung neue Aktualität. Eine regelmäßige Bahnverbindung könnte Dals Langed nicht nur besser erreichbar machen, sondern auch neue Impulse für Wohnen, Arbeiten und Wirtschaft in der Region setzen.

Vielleicht ist es also mehr als nur ein schöner Sommertraum, wenn der Zug eines Tages wieder ganzjährig durch Dals Langed fährt.


Das Licht kurz vor dem Hellwach-Seminar

Das bevorstehende Hellwach-Seminar nutzt genau das, was der Sommer im Dalsland Studio am stärksten schenkt: Licht – viel Licht, lange Tage, fast durchgehende Helligkeit rund um Midsommar.

Hellwach ist ein fünftägiges Seminar-Retreat im Juli, in dem nichts so abläuft wie sonst: Morgens philosophische Impulse, die wirklich zu denken geben, tagsüber Zeit für Natur, Gespräche und zwischendurch sehr bewusst erlebte Pausen. Die besondere Qualität dieser Tage liegt darin, dass die Helligkeit fast nicht endet – das Licht trägt durch den Tag, in den Abend und manchmal bis in die Nacht, und genau darauf ist Hellwach angelegt: wach werden für das, was im eigenen Leben wirklich zählt, wenn Routine und Dunkelheit einmal Pause haben.

Statt geschlossenen Seminarräumen gibt es den Raum rund um das Studio, Seen und Wälder, gemeinsame Kochzeiten und eine kleine Gruppe, die sich im langen schwedischen Sommerlicht begegnet. Wer Hellwach bucht, bucht nicht nur ein Programm, sondern fünf Tage, in denen Helligkeit und Weite helfen können, innere Fragen klarer zu sehen – und vielleicht mit einem anderen Blick in den Alltag zurückzukehren.