Dalslands Studio Blog

Was ist sonst noch so passiert im Oktober?

Auch zu Hause war im Oktober einiges los. Bei Anton Olson wurde wieder von Hand Apfelmost hergestellt. Vom gemeinsamen Äpfelernten und Saftpressen hatten wir euch schon im Herbst 2024 erzählt. Auch damals ging es nicht nur um die Ernte, sondern um das Zusammenkommen und gemeinsame Tun. Diesmal hatte ich selbst keine Äpfel mitgebracht, kaufte aber etwas Most und traf wieder einige Leute.

Darunter war Gabriel, einer der Möbeldesignstudenten hier im Ort. Er kommt aus Bamberg und ist gelernter Zimmermann. Er beschreibt sich selbst als neurodivergent, und wir sprechen viel über Hajos Arbeit und darüber, was er daraus für sich mitnehmen kann.

Außerdem ergab sich eine ganz praktische Zusammenarbeit: Gabriel konnte sich bei mir etwas dazuverdienen und baute die Eingangstür zum kleinen Apartment ein, das ich gerade ausbaue. So führte die Begegnung beim Apfelmost direkt zur nächsten Verbesserung am Haus.

Ein Ausflug nach Halden und ein Fund bei Returen

Für den Ausbau fuhr ich auch wieder nach Halden. Ihr werdet es kaum glauben, aber es gibt tatsächlich Dinge, die ich in Norwegen günstiger bekommen habe als in Schweden: Toiletten und Waschbecken aus Porzellan. Eine willkommene Gelegenheit, das Nützliche mit einem weiteren Ausflug über die Grenze zu verbinden.

Auch meine regelmäßigen Besuche bei Returen sind manchmal ergiebig. Returen ist der Secondhandladen der Gemeinde Bengtsfors in Karls Gärde bei Dals Långed. Dort bekommen Möbel, Geschirr, Bücher, Textilien und allerlei Haushaltsgegenstände eine zweite Verwendung. Man weiß vorher nie so genau, was man finden wird. Viele von Euch, die schon hier waren, sind Fans des Returen!

Diesmal entdeckte ich einen kleinen Sekretär. Er hat gleich seinen Platz in einem der Gästezimmer bekommen. Wenn ihr das nächste Mal kommt, steht euch im Einzelzimmer unten also ein kleiner Schreibtisch mit Schubladen zur Verfügung – zum Schreiben, Lesen oder einfach, um eure Sachen unterzubringen.

Es sind diese Details, die mir wichtig sind. Das Haus soll nicht nur fertig werden, sondern ein Ort sein, an dem ihr euch wohlfühlt und auch für die kleinen Dinge des Alltags einen guten Platz findet.

Türen einbauen per WhatsApp

Inzwischen ist auch die gläserne Terrassentür angekommen. Ihr erinnert euch vielleicht: Zuletzt hatte ich die Öffnung noch mit Glaswolle und einer alten Tür provisorisch geschlossen. Nun konnte dieses Provisorium endlich weichen.

Den Einbau habe ich diesmal selbst übernommen – allerdings nicht ohne fachkundige Begleitung. Mein alter Schulfreund Volker, der Glasermeister, stand mir per WhatsApp mit Rat und Anleitung zur Seite. Ihn kennt ihr schon von der handgefertigten Tür auf der Rückseite des Studios, die er im Sommer gebaut und eingebaut hatte.

Diesmal war er also aus der Ferne dabei, während ich hier Schritt für Schritt seine Hinweise umsetzte. Die Tür sitzt, und der Ausbau ist wieder ein Stück weiter.

Langsam entwickle ich mich hier tatsächlich zum Allroundtalent. Wobei auch das nur funktioniert, weil es Menschen gibt, die ihr Wissen mit mir teilen – oder im richtigen Moment selbst mit anpacken.