Dalslands Studio Blog

How to go to „Hajo Seng Academy“

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An-Reise-Bericht nach Dals Langed

von Simone Hatami (ZAK PEER-Academy)

Zum Nachmachen geeignet für Menschen, die Vorhersehbarkeit lieben und mit dem Auto und Hund reisen.

Auf autistisch: Der Tag vor der Abfahrt

Wir starten mal mit dem Tag davor; es ist noch längst nicht alles erledigt, der Stress steigt und man fragt sich, ob das wirklich sinnvoll ist mit der Reise. Ob das überhaupt funktionieren kann. Das kann man ja so schlecht planen, wenn man die Reise vorher noch nie gemacht hat. Ist da vielleicht ein Hauch von Schnupfen oder Hinweise auf eine schwerere Krankheit? Kann man sich drauf verlassen, dass alles geregelt wird in der Abwesenheit? Wie wird das sein da an einem fremden Ort- mit neuen Menschen? Sollte man vielleicht vorsichtshalber zu Hause bleiben und sich die ganze Aufregung sparen?

Mein Tipp: Lass die Argumente, die die Reise abblasen wollen, einfach plappern und nimm sie amüsiert zur Kenntnis. Während der Fährüberfahrt auf meiner Rückreise denke ich nochmal an diese Momente und bedanke mich bei mir selbst dafür, alle Gegenargumente ignoriert zu haben…

Anreise zum 1. Stopp: Horsens

Das liegt ca. 1,5 Stunden von Flensburg entfernt in Dänemark und auf dem Weg nach Frederikshavn bzw. Skagen.

Anreise: Ab Hannover geht’s gefühlt immer geradeaus. Kurz nach Flensburg fährst Du über die dänische Grenze. Dafür wird die Straße einspurig, und alle fahren im Schritttempo an einem kleinen Grenzhäuschen vorbei und werden dort nett begrüßt von einer dänischen Polizistin. Das wars auch schon.

Mein Tomtom gibt nach der Grenze auf. 2 Dinge werden für diese Reise unentbehrlich: mein I-Phone und meine Brille. Klingt für die meisten Menschen unspektakulär, aber alle die mich kennen wissen; das ist eine ZEITENWENDE!

Die erste Übernachtung:

Ich übernachte im Hotel Korning bei Horsens, total autismusfreundlich und für dänische Verhältnisse günstig. https://hotelkorning.dk/ Keine Rezeption, kein Smalltalk, Zimmer ist auf und der Schlüssel liegt drin, alles sauber und einen Wasserkocher gibt’s auch. Drumrum das große Nichts und eine Kirche. Das „nicht socialisen müssen“ setzt sich beim Frühstück fort, das nimmt man sich einfach aus dem Kühlschrank in der Lounge und verschwindet damit wieder ein sein Zimmer. WLAN ist super und Hunde- und Raucherinnenfreundlich ist es auch wegen dem eigenen Eingang. Die Umgebung ist abends superruhig, dafür nehme ich gern in Kauf, dass das Gebäude selbst etwas hellhöriger ist 😊

Nächster Stopp: Skagen Leuchtturm

Wer jetzt einfach nur schnell am Ziel ankommen möchte, überspringt diesen Teil und liest ab „Frederikshavn“ weiter. Ab Horsens sind es ca 3 Std Fahrt bis Skagen, wer direkt nach Frederikshavn möchte, hat ab Horsens ca. 2 Stunden Fahrt vor sich.

Skagen zieht mich magisch an, und Daisy und ich stellen fest; zurecht. Nach ca. 3 Stunden Fahrt durch wunderschöne Landschaften erreichen wir den Leuchtturm und genießen unendliche Weiten in den Dünen und am Strand- fast nur für uns.


Außerdem stehen hier spannende kleine Bunker und Seehundbabys liegen am Strand rum. Die habe ich aber aus Datenschutzgründen nicht fotografiert
😊
Es wird dringend darum gebeten, die Babys nicht zu stören, weil sie sich hier am Strand ausruhen.


Daisy und ich genießen den sonnigen Oktobertag…

Nächster Stopp: Übernachtung in Albaek

Das liegt zwischen Skagen und Frederikshavn und ist jeweils so 30 Min von beidem entfernt.


Hotel Hvideklit ist für dänische Verhältnisse in einem angemessenen Preis-Leistungsverhältnis. Zu unserem Glück sind Daisy und ich heute die einzigen Gäste in der riesigen Hotelanlage: https://hotelhvideklit.dk/

Ein guter Ort, um sich von der langen Autofahrt zu erholen und nochmal Natur und Strand zu genießen. Auch hier hat jedes Zimmer eine „Hintertür“ von der man direkt die Terrasse oder Grünflächen betreten kann. Finden wir gut. Auch die Hotelinhaber*innen finden wir gut, die sind megafreundlich und unaufdringlich hilfsbereit.


In Anbetracht der Landschaft um mich rum würde ich mich allerdings auch mit der Besenkammer zufrieden geben. Nur ungefähr 5 Gehminuten vom Hotel entfernt beginnt eine gigantische Dünenlandschaft, und davor gibt es kilometerweit Strand und Meer, an dem ich kaum jemanden begegnet bin. Eigentlich niemandem.


Außer einem roten Handschuh, der ebenfalls die Einsamkeit genossen hat. Dem hat Daisy verraten, dass sie total müde von dem langen Tag ist, aber Frauchen hat immer noch nicht genug und will unbedingt noch am Strand bleiben, bis die Sonne ins Meer fällt.

Ein Fisch-Sandwich-Kunstwerk

Irgendwann ist die Sonne dann ins Meer gefallen, und der Magen knurrt…Da es im Hotelrestaurant nur ein einziges Gericht gibt, was wirklich dänisch klingt, bin ich mal mutig und bekomme zur Belohnung ein Kunstwerk serviert. Von allen Seite und aus jeder Perspektive. Und lecker ist es auch!

Nachts ist es so ruhig und so dunkel, dass man die Sterne fast fühlen und hören kann.

Hochakute Stress-Abfall-Reaktion

Die Gefahr bei einer solchen Umgebung könnte sein, das der Stress so rapide sinkt, dass der Körper völlig irritiert ist. Ich wache am morgen mit einem Hexenschuss und einem Hustenanfall auf. Beides nimmt mich einige Zeit sehr in Anspruch, und ich beschließe in diesem Moment, noch nicht direkt zu Andreas zu fahren, sondern mir noch eine Nacht „runterkommen“ in Schweden zu gönnen. Ich möchte ja auch nicht mit wehenden Fahnen, Overload und Psychosomatikpaket gleich zur Begrüßung imponieren. Zum Glück entscheidet sich dann auch mein Körper wieder zu funktionieren.

Und so begrüßen wir den Tag zusammen mit der Sonne, an einem menschenleeren Strand…Findet Daisy nice.

Nächster Stopp: Fährhafen in Frederikshavn

Vom Hotel in Albaek ist Frederikshavn ca. 25 Min mit dem Auto entfernt ist. Vorher wird nochmal getankt, was in Dänemark so funktioniert, dass man seine EC-Karte in den Automaten steckt und dann soviel tankt, wie man möchte. Das wird direkt verrechnet. Also auch kein Smalltalk an der Tankstelle notwendig. Aber auch kein Café-Kauf möglich, das wird mich noch den ganzen Tag begleiten….Übrigens sprechen hier alle, mit denen ich sprach, ziemlich perfekt englisch.

Die Fähre habe ich schon einige Tage im Voraus gebucht bei Stena Line. https://www.stenaline.de/routen/frederikshavn-goeteborg Aus der ganzen Buchungssache kann man natürlich auch eine Wissenschaft machen. Stena Line hat gewonnen, weil sie ausgewiesen hundefreundlich werben😊. Daisy und ich sind schon ganz schön aufgeregt- es ist unser 1. Mal auf einer Fähre.


Kaum sind wir drin, stelle ich fest dass ich mir 90% der Aufregung hätte sparen können- alles ist easy, selbsterklärend und es gibt viel freundlichen Support von der Besatzung. Und eine Pet-Lounge, in der Daisy und ich uns sehr wohl fühlen.


Es darf nur eine bestimmte Anzahl von Hunden mit an Bord, und so hat jeder Hundemensch viel Platz und Daisy und ich sogar einen eigenen Tisch am Fenster.


Sogar eine Hundetoillette gibt’s- das ist so ein Stück Kunstrasen an Deck mit einem Wasserschlauch daneben. Da sind wir aber ein bisschen zu vornehm, und halten auch mal 3 Stunden aus. Trotzdem gut zu wissen!:-)

Hier kommt jetzt nochmal der fehlende Café zum tragen….

Mein Tipp: Solltest Du, so wie ich, allein mit Hund reisen, deck Dich vorher lieber gut ein mit Snacks und Getränken. In der Petlounge gibt’s kein Restaurant. Wenn du deinen Hund nicht fremden Menschen überlassen möchtest- oder dich mit welchen „anfreunden“ möchtest, damit sie dir einen Cafe aus dem Bordrestaurant mitbringen, gibt’s eben keinen Café für Frauchen. Für die Hunde ist mit Wasserschälchen dort bestens gesorgt😊

Nächste Station: Ankunft in Göteborg am Fährhafen

Die Zeit auf der Fähre nutze ich, um Andreas zu schreiben dass ich einen Tag später kommen und zum buchen eines Hotels für die erste Nacht in Schweden. Die Überfahrt dauert mit ein- und auschecken ca. 4 Stunden. Das erste was man sieht, wenn die Fähre auf Göteborgs Hafen zufährt, sind ewig lange Steinlandschaften, die teilweise aus dem Wasser ragen.


Das Auschecken aus der Fähre ist überraschen unspektakulär, und auch die richtige Ausfahrt in Göteborg ist schnell gefunden. Erst bei der Rückreise wird mir klar, dass ich das Glück hatte an einem Sonntag in Göteborg anzukommen. Da ist eben nicht so viel Verkehr…Aber das weiß man auch erst, wenn man an einem Wochentag versucht, den Fährhafen dort zu erreichen…

Nächster Stopp: Übernachtung in Vänersborg

Zum gebuchten Strandhotell in Vändersburg https://www.strandhotell.com/ sind es ca. 1,5 Stunden Fahrt, die schaffen wir noch bevor es dunkel wird. Da beglückwünsche ich mich nochmal selbst zu dem Entschluss, heute nicht mehr bis Dals Langed zu fahren.

Der Name „Strandhotell“ täuscht, es ist eher ein Cityhotel am Kanal, aber auch hier alles autismusfreundlich, einchecken mit Türcode und alles selbsterklärend. Auch hier gibt’s einen Wasserkocher, Teebeutel und Instantcafé.

Eine nette Angewohnheit, die mir in jedem Hotel Skandinaviens begegnet ist.


Daisy und ich machen natürlich noch einen Gang durch die Stadt und geben unserem ersten Aufenthalt in Schweden einen angemessenen Rahmen.


Dabei entdecken wir eine geeignete Grünfläche für den morgendlichen Spaziergang, einen Supermarkt gegenüber vom Hotel und die Shoppingmeile am Sonntag. Außerdem wird in Vänersborg mit Kanonen auf Seiltänzer*innen geschossen.


Das sind genug neue Eindrücke für heute- viele Worte, Neugier und Neonlichttoleranz habe ich heute abend nicht mehr über. Also nehme ich dankbar das lecker Thaifood an, was ich mir ca. 500 m weiter am Bahnhof am Fenster abholen kann.

Hier kann man wirklich überall mit der EC-Karte bezahlen, und auch das vereinfacht vieles. Bargeld habe ich auf der ganzen Tour nicht gebraucht.

Erwähnenswert sei auch noch eine beeindruckende Tapete in meinem Hotelzimmer.


Und jetzt stell dir das auf 16 qm und einer durchgehenden Flächen vor…Sogar die Schränke waren tapeziert!

Pudel haaren nicht- ein großer Vorteil auf Reisen😊

Das Ziel im Fokus: Abfahrt nach Dals Langed

Dals Langed ist ca. 2 Std Fahrt von Vänersborg entfernt. Für Daisy und mich dauerts länger, weil wir immer mal wieder anhalten um einen Abstecher in irgendwelche beeindruckenden Naturerlebnisse zu machen.


Dabei tauchen wir immer tiefer ein in die Wälder und Felsen Schwedens. Ich muss mich während der Fahrt zusammen reissen, um die Strasse im Auge zu behalten, weil es so viel zu gucken gibt.

Ankunft in Dals Langed

Je näher du Dals Langed kommst, desto uriger und einsamer wird die Gegend…Und irgendwann kommt dann dieses Schild, und du bist fast da.


Spätestens wenn Du sicher bist dass dein Navi spinnt, weil Du gerade über einer Brücke auf das Betriebsgelände von Vattenfall zusteuerst, bist du total richtig!

Vattenfall lässt Du einfach links unten liegen, und fährst einfach rechts an dem „Kreisel“ vorbei, lässt das helle Haus (Antiquariat) ebenfalls links liegen und noch ungefähr 80 m geradeaus.

Dann kommt auf der linken Seite eine geheimnisvolle Tür im Felsen.


Und kurz danach noch eine…


Andreas wird dir später verraten, wohin diese geheimnisvollen Türen führen. Wenn du diese Treppe siehst, bist du richtig. Die führt zum Haupthaus.


Noch ein paar Schritte weiter geradeaus und Du stehts vorm Studio. Hier befindet sich die HajoSeng Academy.


Du stehst jetzt vor dem Seminarraum und den Nebengebäuden. Einmal durch den Garten, und du bist wieder am Haupthaus angekommen. Es wäre ein Wunder, wenn Andreas dich nicht schon gehört hätte. Falls nicht- Schiebtür auf und klopfen!

Fotos und Infos zum Haus und den Zimmern findest du hier: https://dalslands-studio.eu/about-the-house/

Daisy und ich dürfen ein liebevoll hergerichtetes hundefreundliches Zimmer beziehen. Bunt, angefüllt, besonders, überladen und total harmonisch empfängt euch das Haupthaus mit den Gästezimmern. Bullerbü, sagen die einen. Ein schwedisches Porzellan-Museum, sagen die anderen. Eine Kunst- und Antiquitäten-Sammlung. Eine Chill-Area, könnte man meinen. Ein Wohlfühlort, der zum Austausch einlädt. Nein, doch eher eine Bibliothek! „Wie schaffst Du das?“ frage ich komplett beeindruckt Andreas, „dieses Riesenhaus so sauber und ordentlich zu halten?!“ Keine Ahnung wie, aber er schafft es! Es ist ein absoluter Wohlfühlort, wo irgendwie alles sein darf…auch du!

Annorlunda

Das heißt „anders“ in schwedisch. Ich nehme vorweg: ich war hier gar nicht so anders, denn hier ist es so anders, dass ich ganz normal bin. Die Menschen sind unaufdringlich freundlich, sie wohnen teilweise sehr weit von ihren Nachbar*innen entfernt und sie haben einen Hang zu pragmatischen Lösungen.

Mein Aufenthalt in Dals Langed

Irgendwie bin ich noch auf der Suche nach Hajo, und dabei habe ich Andreas gefunden.

Und ich bin Serena begegnet, die eine langjährigen enge Freundin von Hajo und Andreas ist. So lerne noch ganz neue Seiten von Hajo durch seine engsten Menschen kennen, und setze dadurch irgendwie den langjährigen Dialog auch mit ihm fort. Für uns alle ist er immer präsent, auch wenn er nicht da ist.

Zunkunftspläne: ZAK goes Schweden!

Wir verbringen viele intensive Stunden miteinander und arbeiten an der Weiterentwicklung von dem, was Hajo und Andreas angefangen haben; das Seminarzentrum im Dalsland Studio zu füllen, in dem Hajos Arbeit fortgesetzt und weiterentwickelt wird.

Wir teilen viele schöne Stunden, sammeln alte und neue Erinnerungen ein, laufen viele Kilometer, genießen richtig gutes Essen (Andreas ist ein Koch-Künstler), haben viele große Ideen und schmieden Pläne für unsere Zusammenarbeit.

Nach 3 Tagen Brainstorming, Visualisierungen und langen Diskussionen mit KI´s finden wir den Namen, der am naheliegendsten ist:

Hajo Seng Academy“

Unter diesem Namen wird Andreas im Dals Langed Studio zukünftig die Arbeit und das Netzwerk um Hajo Seng vereinen. https://dalslands-studio.eu/?mailpoet_router&endpoint=view_in_browser&action=view&data=WzMwLCJiNzUyMjViM2MzODQiLDAsMCwyMywxXQ

Ein Lichtstreifen am Himmel!

Ab 2026 werden wir vom ZAK auch ein Angebot in Schweden haben- so viel sei schon mal verraten:

In Anlehnung an Hajo´s Konzept der „Fähigkeiten-Workshops“ werden wir ein Angebot für (junge) erwachsene Menschen aus dem Spektrum machen, die sich beruflich und im Leben orientieren möchten. Dazu dann an anderer Stelle mehr: https://www.zak-germany.de/newsletter/

Was man in Dals Langed so macht

Loppis: Man geht zu Flohmärkten oder man macht Flohmärkte.

Serena und Andreas teilen nicht nur das Vorhaben, ein Buchprojekt von Hajo fertig zu stellen sondern auch die Leidenschaft für Loppis (Flohmärkte). Die sind gefühlt in jedem 5. Haus zu finden. Andreas ist jetzt stolzer Besitzer einer neuen Teekanne, die abends gleich ausprobiert wird.


Die norwegische Grenze ist nur 45 Min entfernt. Dann ist man auch schon in Halden, was durch eine gigantische Burganlage imponiert. Oslo ist ca. 3 Std. von Dals Langed entfernt, Stockholm genauso.


Die Hotels in der Region sind extrem teuer- das sollte man bei der Reiseplanung unbedingt beachten. Ich gönne mir einen Tagestripp nach Norwegen und werde mit einem Elch belohnt, den ich in einem Wald treffe. Da habe ich an alles andere gedacht, aber nicht ans Foto machen. Hier war er.


Daisy und ich sind beeindruckt.


Außerdem gibt’s viele Flüsse, Schleusen und Möglichkeiten sich mit Wasserfahrzeugen durchs Land zu bewegen…Und das geht direkt vor der Haustür los.

Und man wird freundlich davor gewarnt, mit den Fahrrad ungebremst die Hügel runter zu fahren. Dann könnte das hier passieren:

Fika machen ?! Ich löchere Serena mit der Frage nach schwedischen Spezialitäten, bekomme als Antwort aber nur „terrible fish and more terrible fish“. Letztlich beantworte ich mir die Frage dann selbst, nachdem ich Gelegenheit hatte mehrere schwedische Auslagen an Konditoreikünsten zu begutachten. Die Schweden machen Fika. Und das man die nicht ablehnen darf, steht sogar in sämtlichen Tourismus-Ratgeber*innen. Fika ist immer sehr süß, sehr klebrig, sehr lecker und wenn man nicht aufpasst, macht es dick! https://visitsweden.de/aktivitaten/kultur-geschichte-und-kunst/kultur/lebensstil/fika-mach-es-wie-die-schweden/

Rückfahrt auf autistisch

Ich hatte große Pläne, wirklich. Eigentlich wollte ich über Kopenhagen zurück und mir dabei noch weitere Teile von Schweden und Dänemark ansehen. Nach einer echt schönen, stressfreien, sozial und geistig angefüllten und naturnahen Woche fällt schon allein der Gedanke an die Rückfahrt extrem schwer. Also bin ich nett zu mir und schlage Daisy vor, dass wir fast ganz genauso zurückfahren, wie wir gekommen sind. Wiederholungen reduzieren den Stress!

Von Dals Langed nach Göteborg zum Fährhafen

Also starte ich eines morgens etwas wehmütig in Dals Langed, und lege auf dem Weg nach Göteborg mit Daisy noch den ein oder anderen Stop wegen beeindruckender Natur ein. Das Navi plant ca. 3 Std ein. Ich war froh, mir 5 Stunden Zeit genommen zu haben!

Andreas warnt mich noch vor, dass es in Göteborg ein bißchen unübersichtlich werden kann, bis man am Hafen die richtige Spur zur Fähre gefunden hat. Da hat er recht. Mein Tipp für die Abreise; wählt einen Sonntag, dann habt ihr nicht noch den Berufs- und Stadtverkehr in Göteborg. Und plant gerne 1 Stündchen mehr ein, um euch „stressfrei“, also völlig ohne Zeitdruck verfransen zu können und die ein oder andere unfreiwillige Stadtrundfahrt einfach touristisch genießen.

Von Göteborg nach Albaek

Auf der Fähre sind Daisy und ich jetzt schon alte Häsinnen, das machen wir völlig unaufgeregt, diesmal ist auch das Frauchen gut eingedeckt mit Snacks und Getränken. Einfach mal Meer, erst blau und dann schwarz in der Nacht.

Von Frederikshavn geht’s dann wieder ins vertraute Hotel Hvideklit, da beziehe ich doch einfach mal „mein altes Zimmer“ und esse auch das gleiche wie beim letzten Mal, und schon fühlt es sich wie Urlaub an…Da gönnen wir uns glatt noch einen Tag in Skagen und Grenen, bevor wir am nächsten Tag die Tour nach Hannover antreten.

Das ist da, wo sich die Nordsee und die Ostsee küssen.

Kleine sozialphobische Warnung: An dieser Stelle ist man wahrscheinlich nie allein.

Woran merkst du, dass du wieder in Deutschland bist?

Spätestens wenn dir ein Audi A5 lichthupend an der Stoßstange klebt auf der Autobahn, oder ein BMW dich mit 240 kmh hupend links überholt- dann hast du die deutsche Grenze passiert. Willkommen zu Hause!:-)


Wir setzen Gartenzwerge dagegen.


Und machen Fika!