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Willkommen beim

Special Edition Newsletter

für Darlehensgebende des Dalslands Studios

Dezember 2025

Glückwünsche für 2026 aus Dals Langed!

Liebe Darlehensgebende,

Ich habe mich entschieden, euch dieses Jahr einen Extra-Newsletter zu schicken, der sich ausschließlich an die Darlehensgebenden richtet. In diesem Newsletter möchte ich etwas ausführlicher als sonst auf den aktuellen Stand des Projekts nach dem Tod von Hajo eingehen, euch über den Stand der Ausbauarbeiten informieren und meine Pläne für die Zukunft mit euch teilen. Vieles davon kennt ihr bereits aus den Newslettern des letzten Jahres. Ich dachte jedoch, es wäre gut, alles noch einmal kompakt zusammenzufassen. Insofern versteht diesen Extra-Newsletter als eine Art Rechenschaftsbericht für das letzte Jahr, damit ihr wisst, wofür eure Darlehen verwendet werden und wie es bis 2029 weitergeht.

Ich möchte euch versichern, dass ich als Alleinerbe von Hajo auch weiterhin für alle Verpflichtungen, die wir beide eingegangen sind, einstehe und sich an der bisherigen vertraglichen Grundlage nichts verändert hat. Es bleibt alles so, wie vereinbart.

Im Anschluss an diesen Newsletter erhaltet ihr von mir eure individuelle Zinsabrechnung für das vergangene Jahr. Ihr habt wieder die Möglichkeit, zu entscheiden, wie ihr mit eurer Ausschüttung für 2025 umgeht:

  • Option 1: Wenn ihr die Zinsen wie vereinbart auf euer Konto haben möchtet, braucht ihr nichts weiter zu tun, ich überweise euch den vollen Betrag.
  • Option 2: Ihr könnt auch wieder auf den gesamten Zinsbetrag oder Teile davon verzichten und ihn zur Weiterentwicklung des Projekts zur Verfügung stellen. Da durch Hajos Beerdigung, den Grabstein sowie die Reparatur für den TÜV am VW-Multivan (dazu später mehr) ungeplante Ausgaben entstanden sind, würde ich diese Spenden für den Ausgleich dieser Kosten nutzen.
  • Option 3: Ihr könnt eure Zinsen auch wieder für Unterkunft und Verpflegung im Jahr 2026 im Dalslands Studio ausgeben. Diese Möglichkeit haben einige von euch für 2025 genutzt, was dem Projekt auch weiterhilft.
Wenn ihr Fragen habt, dann melde euch direkt bei mir. Ich freue mich immer mit jedem von euch Kontakt zu haben auch wenn es nur über Zoom, Signal oder WhatsApp ist.

Liebe Grüße
Andreas

Ein wunderschöner Grabstein für Hajo

Seit November steht der Grabstein für Hajo und mich. Hajo hat ihn kurz vor seinem Tod entworfen und sich auch seine Grabstelle selbst ausgesucht. Für alle Beteiligten – den Friedhofswärter, die Steinmetze und den Bestatter – war dies ein besonderes Erlebnis, da sie normalerweise nur mit den Hinterbliebenen zu tun haben und so gut wie nie mit dem Sterbenden selbst. Gleichzeitig war dies für mich eine intensive Auseinandersetzung mit dem eigenen Tod, da ich meinen eigenen Grabplatz und Grabstein mit ausgesucht habe. Als der Grabstein dann endlich da war und ich das wunderbare Werk sah, fühlte ich mich merkwürdigerweise sehr wohl, vor allem über die Leerstelle unter Hajós Namen und Geburts- und Todestag. Irgendwann wird diese Leerstelle mit meinen eigenen Daten gefüllt sein. Das mag für euch merkwürdig klingen, aber für mich ist das sehr tröstlich. Wir mussten für die Einäscherung und den Grabstein bezahlen, nicht jedoch für die Grabstelle, da laut schwedischem Recht jeder einen Anspruch auf eine Grabstelle hat, die von unseren Steuern finanziert wird.

Brandschutzarbeiten im oberen Stockwerk und in den Gästezimmern

Seit Ende Oktober habe ich keine Gäste mehr und habe die Ruhe genutzt, um mit den Arbeiten an den Brandzellen für die Gästezimmer im oberen Stockwerk zu beginnen. Im Frühjahr hatte Lars bereits eine EI-60-Gipswand-Konstruktion mit einer Brandschutztür am Treppenaufgang eingebaut. „EI 60” bedeutet, dass die Wand einem Brand 60 Minuten standhält. Die Wände der einzelnen Zimmer und die Wand am Treppenaufgang müssen jedoch nur 30 Minuten einem Brand standhalten, sie benötigen also eine EI-30-Klassifizierung.

Ursprünglich war geplant, alle Wände mit einer entsprechenden Brandschutzfarbe zu bemalen, um den Charme der Zimmer zu bewahren. Es stellte sich jedoch heraus, dass wir für die zu bemalende Fläche über 8.000 € für die Spezialfarbe hätten ausgeben müssen. Also habe ich mich entschieden, die Kosten zu reduzieren, indem ich die geraden Wände ebenfalls mit Gipsplatten ausstatte und ein neues Konzept in den Zimmern umsetze.

Wenn ich euch die Brandtreppe unten zeige, werdet ihr sehen, dass der Kranich im Haus nach Hajos Tod eine wichtige Rolle spielen wird. Kraniche werden von den Brandtreppen aus aufsteigen und in den Zimmern ihren Flug fortsetzen. Ich hoffe, dass es euch gefällt. Bis zum Frühjahr will ich damit fertig sein, damit der erste Bauabschnitt durch den Brandschutzgutachter spätestens Ende März abgenommen werden kann.

Ausbau des Zimmers mit Dusch, Klo und Pantry-Küche im Studio-Gebäude

Lars hatte im Frühjahr mit den ersten Ausbauarbeiten im Studiogebäude begonnen. Geplant ist ein behindertengerechtes Doppelzimmer mit Dusche, WC und kleiner Pantry-Küche. Bis auf die Elektrik und den Boden ist das Zimmer soweit fertig. Sobald der Frost im Frühjahr weg ist, sollen die Erdarbeiten erledigt werden. Notwendig ist einerseits, eine Abwasserleitung zu legen, die durch den Garten zur Abwasserdohle führt, und andererseits, eine Wasserzufuhr zu installieren, die das Bad mit Wasser versorgt. Wenn alles gegraben und verlegt ist, wird eine Betonplatte in das Zimmer gegossen. Darauf wird dann der Boden aufgebaut und im Bad wird eine wasserdichte Schicht aufgetragen, die anschließend gekachelt wird. Wir hoffen, dies auch spätestens Ende April fertigzustellen, sodass es als zweiter Bauabschnitt genehmigt werden kann.

Anfang des Jahres wird oben im Studio noch ein Holzofen eingebaut, um den oberen Raum im Frühjahr und im Herbst für einige Stunden nutzen zu können.

Holzlieferung im Frühjar für den nächsten Winter

Hajo und ich hatten im Frühjahr noch Holz bestellt, das uns über den Winter bringen soll. Wir heizen hauptsächlich mit lokalem Holz, das im Frühjahr bestellt und bis Ende August getrocknet wird. In diesem Jahr haben uns unsere Gäste dabei geholfen, das Holz zu stapeln, sodass es gut trocknen kann und im Winter gut angefasst und portionsweise ins Haus gebracht werden kann. Damit haben wir eine Mischfinanzierung für die Heizung des Hauses mit Holz und Elektroöfen im Laufe des Jahres.

Unsere Jota - Unser VW Multivan

Das Motorboot für Touren im Dalslands Kanal und der

Transporter für alle Fälle!

Im Dalslands Studio haben wir mehrere Transportmittel. Anfang des Jahres kam unser Neuzugang, ein kleines Motorboot namens Jota, hinzu. Wir hatten es günstig gekauft. Wir haben sie dieses Jahr zu Wasser gelassen. Aufgrund des Todes von Hajo konnten die Renovierungsarbeiten inklusive des Motors allerdings nicht mit der geplanten Intensität angegangen werden. Ich hoffe, dass unsere Jota zum Beginn der Besuchssaison im Mai 2026 einsatzfähig ist.

Für den Transport von Personen und Dingen, für Ausflüge und Abholungen von Bahnhöfen haben wir ja auch unseren VW-Multivan und den Audi, das Erbstück von Hajos Eltern. Im Dezember brauchte der VW-Multivan einen neuen TÜV. Überraschenderweise kostete die Reparatur doch einiges, aber jetzt ist er wieder voll einsatzfähig und hat TÜV bis Ende 2027.
Der Audi wird im Frühjahr seinen TÜV bekommen. Im Laufe des Jahres werde ich überlegen, ob es angesichts meiner alleinigen Situation notwendig ist, zwei Fahrzeuge zu halten. Gleichzeitig werde ich prüfen, ob die Anmeldung der Autos in Schweden nicht die günstigere Variante ist.

Schiebetür und Wendeltreppe -

Wir stehen auf gute Handwerksarbeit!

Mein alter Schulfreund Volker ist von Beruf Glaser und freut sich immer, seine alte Handwerkskunst im Dalslands Studio anzuwenden. Im letzten Jahr hat er uns ein tolles, sehr stabiles Bücherregal im Seminarraum eingebaut, und dieses Jahr hat er uns eine Schiebetür für unsere Eingangsveranda gebaut. Im Frühjahr, Herbst und in den kühleren Sommernächten hatte es sich gezeigt, dass es ohne Tür empfindlich kühl werden konnte. Seit Volker die Schiebetür eingebaut hat, haben wir einen kleinen Wintergarten, der sich schnell aufwärmt, sobald die Sonne scheint, und der in der Übergangszeit genutzt werden kann. Es ist im Frühjahr und Herbst nun ein wunderbarer Frühstücksplatz und man kann abends immer noch gemütlich draußen sitzen, ohne zu frieren.

Es tut sich auch etwas mit der Fluchttreppe, die ich oben schon erwähnt habe. Simon und Jonas von der Schmiede in Dals Langed haben angefangen, die Grundstruktur, in die die Treppe eingebaut wird, mit Beton auszuschütten. Im Februar 2026 wird die Treppe mit den aufsteigenden Kranichen montiert. In der Zwischenzeit wird Knut, der Schreiner, noch die Tür des Balkons im ersten Stock versetzen und ein Brandschutzfenster in der Küche einbauen. Wenn wir dann noch Brandschutzmelder und automatische Türschließer einbauen, sind wir gerüstet für die Genehmigung des ersten Bauabschnitts.

Unsere Saunatonne wird von allen geliebt!

Wir hatten unsere Sauna ja im November letzten Jahres geliefert bekommen und sie inzwischen ausführlich genutzt. Hajo mochte sie sehr, und auch die Saunafans unter unseren Gästen sind begeistert. Seit September haben wir endlich auch die offizielle Zulassung für den Saunaofen durch den örtlichen Schornsteinfeger erhalten. Das Problem war, dass sich die Saunalieferanten nicht an die Grundbestimmungen bezüglich des Abstands des Ofens zum Holz und der Höhe des Schornsteins gehalten haben. Wir haben dann mit dem Schornsteinfeger und den Saunamonteuren hin- und hergeschrieben und ergänzende Teile geliefert bekommen.

Als Lars im Spätsommer da war, haben wir uns gemeinsam an die Änderungsarbeiten gemacht und alles zur Zufriedenheit des Schornsteinfegers erledigt. Er hat uns daraufhin die Genehmigung für den Ofen gegeben. Inzwischen haben alle anderen Öfen im Haus auch die erneuerte Genehmigung erhalten. Diese ist alle drei Jahre erforderlich. Was den Brandschutz angeht, bin ich inzwischen Experte.

Ich danke euch für das Vertrauen, das ihr in das Projekt setzt, das Hajo und ich begonnen haben und das ich in seinem Sinne weiterführen werde!

Ich hoffe, ich konnte euch einen Überblick über den aktuellen Stand des Projekts geben.

Nach dem Tod von Hajo war ich erst einmal mit Beerdigung, Trauerfeier und Erbschaftsangelegenheiten voll und ganz beschäftigt. Gleichzeitig war es mir aber auch wichtig, Besuch zu haben, das geplante Seminar durchzuführen und so gut wie möglich mit dem Projekt weiterzukommen, denn das war für mich auch eine Form des Umgangs mit meiner Trauer. Nach mehreren Aufenthalten in Hamburg und Stuttgart seit Hajos Tod freue ich mich immer wieder, „nach Hause” zu kommen. Dort ist Hajo immer noch präsent und ich fühle mich ihm nah. Die Großstadt überfordert mich inzwischen. Ich fühle mich außer mir, bin aufgedreht. Hier in Dals Langed komme ich zur Ruhe und kann mich sowohl meiner Trauer als auch meiner Zukunft widmen.

Hajo hat mich mit einer Buchhaltung und Kalkulation bis 2029 ausgestattet. Inzwischen gibt es die ersten Auszahlungen der Versicherungen, eine erste kleine Witwerrente, und die Kosten sind bezahlt. Ich muss jetzt die Buchhaltung abgleichen, da die Todesfallauszahlung geringer ausfällt, als wenn wir unsere Versicherungen wie geplant zu Lebzeiten ausgezahlt bekommen hätten. Aber es sieht im Moment ganz gut aus. Sobald ich mit der Buchhaltung so weit bin, dass ich eine neue Finanzprojektion erstellen kann, melde ich mich bei euch. Eine finanzielle Schieflage ist aber nicht abzusehen, da Hajo ausreichend Rücklagen eingeplant hat und ich mit meinen Online-Seminaren, meiner Beratertätigkeit und den geplanten Seminaren die geplanten Einnahmen für 2026 erreichen werde.

In den nächsten Tagen werdet ihr per Post einen Dals-Langed-Kalender mit Fotos aus dem Alltagsleben hier als eine kleine Aufmerksamkeit von mir erhalten.

Ich wünsche euch einen guten Rutsch ins neue Jahr und hoffe, dass ihr gesund bleibt.

Euer Andreas
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